Manu hat ja zu ihrem 30. Geburtstag (siehe diesen Artikel) einen Ritt auf einem Kamel geschenkt bekommen, wobei sie noch die Möglichkeit hat jemanden einzuladen. – Was soll ich sagen, sie will dass ich mit ihr auf so einem Vieh reite. Also werden wir am Samstag, den 7.6.2008 das Unglaubliche wagen und schauen ob das Viecherl unter unserer Last eingeht – lol. Dani hat sich bereits angesagt, die entsprechenden Peinlichkeiten auf Fotos festzuhalten. Naja dann kanns ja losgehen. Aufsatteln und losgeritten.
Das Reiten auf den Wüstenschiffen haben wir wegen schlechter Wetterprognosen für das Wochenende auf 14.6.2008 verschoben. Dafür kommen auch Dani samt Hund und ihre Arbeitskollegin mit.
Also gestern war es soweit. Kleine Planänderung, die Manu hat vom Freitag auf Samstag bei mir gepennt, und so fuhren wir (mit leichter Mietzekatze im Kopferl) um etwa 10.00 Uhr erst mal zur Manu damit sie sich ein wenig restaurieren konnte.
Danach gings zu Dani, welche nunmehr doch nicht die Anni (ihre Arbeitskollegin) sondern den Peda einen guten Freund mitnahm. Manu und ich hatten wohl alles vergessen was geht, Jacke, Videocam, mein Kapperl das ich eigentlich aufsetzen wollt, aber naja egal.
Von der Dani a Westerl ausgeliehen, an Kaffee geschlürft und dann gings los in Richtung Auto wo erst mal das Hundi zuerst ins Körbli und dann in den Kofferraum gehieft wurde. Aufgesessen und los. Da mir noch ein wenig der Schädl brummte, hab ich die Dani ans Steuer gesetzt.
Mittels Navi welches wohl ein Eigenleben besitzt, denn die Aussage „zuerst links fahren und danach rechts abbiegen“ war uns dann doch nicht ganz so klar und so besichtigten wir durch einen kleinen Verfahrer auch noch das Innenleben von Linz von der Park&Ride-Garageneinfahrt bis Fußgängerzohne wurde alles in Augenschein genommen.
Da wir aber sowieso viel zu früh dran waren war auch das kein Problem.
Eine kleine Pinkelpause an einer dazupassenden Raststätte (wo der Peda schon mal einen auf „Kamel“ machte) war auch drin gewesen und dann gings in das kleine Dörfli wo die Kamele Jassyne und Baghiera schon auf der Wiese kauend und den Tag genießend ein kleiner Willkommensgruß waren.
Wir schauten erstmal wo denn nun der dazupassende Hof war und als wir diesen gefunden hatten – und es erst 13.30 Uhr war (Ausritt Termin 16.00 Uhr), gingen wir noch auf ein zünftiges MIttagessen in den Gastgarten des Dorfgasthofes. Nach diesem deftigen Mahl war auch mein Magen wieder in Ordnung und obwohl diese Leute wohl kein Geld wollen, denn auf das Wort „zahlen bitte“ wurde erst nach längerem Zögern reagiert, ging es dann um Punkt 16.00 Uhr zu den Wüstenschiffen, die bereits aufgesattelt und wohlwollend bereitstanden. Uns wurde dann ein Kamel zugewiesen und da ich doch an eher breiten HInterteil hab, hab ich den Wallach Jassyne und die Manu die (wie sich später herausstellte ein wenig zickige oder eigenwillige) Lady „ich will wieder nach Hause“ Baghiera bekommen.
Da haben sie Winterfell!
Und so schauen sie im Sommer aus – voll herzig die Frisuren!
Wir brachten die Tierchen also zur Koppel und ließen sie dort erst mal unter Anweisung von Ulli und Chris hinlegen zwecks Aufsteigen. Die Manu anfangs ein wenig skeptisch, hat sich dann doch mit den sanftmütigen, glupschäugigen und derzeit spärlich behaarten (da Sommerfell) Tieren angefreundet.
Na dann draufgesetzt und …. uahhh…. das Aufstehen ist ja ein sehr wackeliges Unterfangen – aber dann ists doch a bissl wie in einem Lehnstuhl.
Wir bekamen das Lenken (mit den Zügeln einfach in die gewünschte Richtung ziehen), Losgehen „hut“ [hat,hat] , Bremsen „ho“ erklärt und nach 1 1/2 Runden in der Koppel gings schon auf die Felder der Umgebung.
Die Lenkung war eigentlich einfach, die Tiere reagierten gut – naja der Manu ihre Stute hatte wohl das Navi von der Dani geschluckt, denn die Manu war mit den Lenkanweisungen an Baghiera wohl irgendwie nicht durchgedrungen, welche einen kleinen „Entführungsversuch“ in die Botanik in Richtung Misthaufen startete. Da wir aber unseren bisher verkannten „Kamelflüsterer“ Peda mithatten – denn er und Dani waren zwecks Fotosession zu Fuß mitgekommen – war auch das kein Problem. Der Peda redete auf Baghiera ein (wie auf ein krankes Ross – oder eher Kamel …*lach*) und führte sie samt Manu zurück auf den Weg. Wie es sich für eine Kameldame mit eigenem Willen gehört, versuchte sich diese erstmal mit einem Schnauber zu beschweren (wohl weil Peda ihre „Im-Misthaufen-wälzen-mag-Pläne“ durchkreuzt hatte), lenkte dann aber doch ein und folgte danach meinem Kamel standhaft.
Die Manu mit Navi-Schwierigkeiten
Die Kamele gingen samt Reitern, angeführt von Ulli auf einer schwarzen Stute im gemütlichen Tempo vor sich hin und wir hatten uns auch schnell an das Schaukeln gewöhnt. Als Manu und ich dann doch sicher auf den Tierchen (…lach, die Höhe war a Wahnsinn) fühlten, wurde auch geprasst (kA ob das so geschrieben wird), jedenfalls ein wenig schneller „getrabt“ was einem auf dem Rücken des Tieres lustig hüpfen lässt. Mit einem Schnalzen und Fersendruck gehts los und die Bremse ist das Wort „easy“ (wohl wurde dieser Bremsbefehl frei nach dem Kamelmoto „Take it easy“ gewählt) was das Tier wieder in einen gemütlichen schwankenden Trott verfallen lässt.
Da diese Tiere niemals mehr tun, als sie müssen, haben sie die ganze Zeit Richtung Hof gegafft, wohl mit dem Gedanken “wann kann ich wieder zu meinem Futter….“
Meine Harley auf vier Beinen war ein sehr netter, sympathischer und folgsamer Typ, Manus Mädl war halt a Frau, eigener Kopf aber a süße Tussi, welche auch nicht gerade gern in die Kamera lachte, ein verächtlicher Blick zur Seite konnte da schon mal vorkommen. Naja – „Big brown Diva“.
Wir machten eine schöne Runde um einen kleinen Teich wobei Jassyne immer im Auge behielt, dass ihn Baghiera möglichst nicht überholt, denn er als Herdenführer wollte wohl immer Erster sein.
Auch der kleine Hofhund Nico war immer mit von der Partie und startete einmal total auf die Dani zu, welche dies natürlich auf Fotos festhielt! Den hätten wir am Liebsten mit heim genommen den kleinen Knuff (auch mit dem Gedanken, dass wir das Kamel sowieso net ins Auto kriegen – „aufs Dach schnall?“ – naja dann besuch ich es halt mal wieder)!
Wieder am Hof angekommen, durften dann Dani und Peda auch mal für ein Foto herhalten, wobei Jassyne erstmal seine Spucke über sie ergoss und somit haben wir wohl auch eine „Kameltaufe“ erlebt…lach.
Da hat die Dani wohl schon sowas geahnt!
In der Koppel durften die Beiden dann auch einmal aufsitzen und wurden von Manu und mir im Kreis geführt. Dann wurden von Nico noch süße Kunststückerl auf dem Rücken von Jassyne vorgeführt (und selbstredend mit Leckerlis von Dani dafür belohnet) und danach die Kamele von uns in den Stall gebracht, wo sie sich in Anbetracht der Futterkübel zum ersten Mal freiwillig schnell bewegten – „Jo! Futter ! – aus dem Weg ich komme!“
Wir blieben dann noch ein Weilchen, denn auch Joey hatte sich wohl in Nico verliebt und die beiden spielten total süß auf einer kleinen Pferdewiese. Wobei bei dem Spiel „achtung ich fress Dich“ der kleine Nico von Joey am Kopf derartig angesabbert wurde, dass er total glitschig war! Nur der etwas größere junge Hund wurde brutal vertrieben, dabei hätte er so gern mitgespielt.
Um etwa 18.30 Uhr machten wir uns dann nach ausgiebiger Verabschiedung und mit dem Versprechen die Fotos an Ulli weiterzuleiten auf den Weg nach Hause.
Ich glaube das war ein Ausflug, den man wiederholen sollte. Schade dass es ein wenig weit ist auf einen Abstecher, denn hätte wäre ein Fest gewesen, aber naja wir kommen auf jeden Fall wieder! denn ich glaub ich hab mich in den Jassyne verliebt!
































Dani & Joey Sagte:
on 15. Juni 2008 at 9:45
A wahnsinns Bericht Bella! War a super schöner Tag mit euch und hat extra viel Freude gemacht!
Freu mich schon auf den nächsten Ausflug!!!!!
lg dani & joey